
Der Warsteiner Wald steht für Vielfalt: Zum einen ist es der Artenreichtum an Tieren und Pflanzen sowie sein unterschiedliches und ausgeprägtes Erscheinungsbild, zum anderen aber sind es die vielfältigen Funktionen, die er erfüllt. Der Wald ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn er ist eine bedeutende Einnahmequelle für den städtischen Haushalt und schafft gleichzeitig Arbeitsplätze. Er erfüllt aber auch als so genannte "grüne Lunge" einen besonderen ökologischen Stellenwert. Luftverunreinigungen und Klimawandel gehen nicht spurlos an ihm vorbei, vielmehr gilt der Zustand des Waldes als Indikator wie es um unsere Umwelt und letztlich um uns steht.
Darüber hinaus bietet der Wald Erholung vom Alltag. Beim Spaziergang kann man abseits von Stress und Hektik des Alltags die Natur genießen und auf Entdeckungsreisen gehen. Im Zuge der vor fast zwei Jahrzehnten eingeführten naturgemäßen Forstwirtschaft verwandelt sich der Warsteiner Wald mehr und mehr zurück zur Ursprünglichkeit, das heißt, natürliche Waldbilder, gesunde und artenreiche Mischbestände entstehen. Damit wird auch die Rentabilität des Warsteiner Waldes gesichert.
Eng verbunden sind die Warsteiner Bürger mit "ihrem" Wald, der schon seit dem 13. Jahrhundert zum Eigentum der Stadt gehört. Mit einer Fläche von rund 5000 Hektar zählt Warstein mit zu den größten Kommunalwaldbesitzern Deutschlands. Diese Verbundenheit spiegelt sich wider in einigen Traditionen, wie beispielsweise dem Grenzgang, auch Schnadezug genannt, wie er im Sauerland heute noch üblich ist.
Der Walderlebnispfad mit seinen vier unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten soll dieses Spannungsfeld zwischen alter Waldtradition, ökonomisch ausgerichteter moderner Forstwirtschaft, dem Wald als wichtigstem Naherholungsraum und ökologisch wertvoller Ressource dokumentieren. Der Waldlehrpfad Warstein liegt in der Nähe des Wildparks Warstein und der Bilsteinhöhle.