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10 Jahre Kinderland - mit Konsequenz zum Erfolg

Schmallenberg. Macht es Sinn, sich in aller Konsequenz auf Familien mit Babys und Kleinkindern zu spezialisieren? Kann man mit dieser Zielgruppe dauerhaft ganze Betriebe auslasten? Und welche Investitionen und Konsequenzen gehen mit einem solchen Schritt einher? Als Johannes Tigges, Thomas Weber und Hubertus Schmidt 1999 die Idee des "Schmallenberger Kinderland" entwickelten, ahnte keiner, welch Stein damit ins Rollen kommen sollte.

Heute besteht der Verein aus 26 Mitgliedsbetrieben, nicht nur in Schmallenberg, sondern auch in Eslohe, Medebach, Olsberg, Sundern, Attendorn und Lennestadt. Gemeinsam vermarkten sie ihre Ferienhöfe - mit und ohne aktiver Landwirtschaft - über gemeinsame Prospekte, Pressearbeit, Messebesuche, ein gemeinsames Internetportal und ein gemeinsames Verkaufsbüro. Gemeinsam bilden sich die Betriebe auch regelmäßig fort und arbeiten an der Verbesserung ihrer Qualität. Wohl wissend, dass nicht stehen bleiben darf, wer Erreichtes halten will.

Zum Erreichten zählt vor allem eine ungebrochen gute Nachfrage über das ganze Jahr, denn Familien mit Kleinkindern sind häufig nicht an die Schulferien gebunden. Eine Tatsache, die viele Kinderland-Betriebe zu enormen Investitionen ermutigt hat. Nicht nur in die perfekt auf die Bedürfnisse von Familien mit Babys und Kleinkindern abgestimmte Infrastruktur des eigenen Betriebs, sondern auch in den An- und Ausbau weiterer Ferienwohnungen. Teilweise wurden die Kapazitäten versechsfacht.

Entscheidungen, über die sich auch das regionale Handwerk gefreut haben dürfte, resümiert Hubertus Schmidt, Geschäftsführer der erfolgreichen Kooperation und Tourismusdirektor des Schmallenberger Sauerlandes: "Es macht Freude zu sehen, wie stark sich das Schmallenberger Kinderland entwickelt hat - aus eigener Kraft und mit viel persönlichem Engagement speziell des Vorstandes. In ganz NRW gibt es keine vergleichbare Kooperation. Weder was die Ausrichtung angeht, noch die Kontinuität der Zusammenarbeit."